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21 JULI: PROTEST-, AKTIONS- UND TRAUERTAG

published Freitag 12. Juni 2009 23:15, von encod . update Freitag 12. Juni 2009 23:15

Alle Fassungen dieses Artikels: [Deutsch]

21. Juli 2009

Nationaler Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige

Menschenwürde in der Drogenpolitik
 ohne Legalisierung geht es nicht!


Das Motto des Gedenktags für verstorbene Drogenabhängige 2009 wird vielen bekannt vorkommen.

Nicht ohne Grund, fand es doch bereits 1993 beim Hamburger akzept-Kongress Verwendung.

Anlässlich dieses Gedenktags am 21.07.2009 gilt es u.a. eine Bilanz zu ziehen, was sich seither in der Drogenpolitik positiv entwickelt hat -und was sich in Zukunft noch zum Positiven verändern muss.

Positiv hat sich verändert:

Erweiterte Behandlungsmöglichkeiten mit den gängigen Substituten (Methadon, Polamidon, Subutex)

Medikamentengestützte Entzüge in Therapieeinrichtungen sind inzwischen nahezu Standard.

Die Einrichtung von Konsumräumen in 17 Städten Deutschlands

Die Arzneimittelstudie zur heroingestützten Behandlung wurde mit überaus positiven Ergebnissen abgeschlossen. Der Bundestag hat einer Eingliederung der heroingestützten Behandlung in den Katalog der Regelversorgung zugestimmt. weitere Forderungen:

Im Rahmen der Substitutionsbehandlung sind weitere strukturelle und rechtliche Veränderungen notwendig um eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Behandlung zu gewährleisten(Stadt-Land Gefälle, Rechtssicherheit für Ärzte, Würde der Substituierten)

Die Möglichkeit dauerhafter Substitution in Haft und stationärer Therapie

Abkehr vom Dogma unbedingter Abstinenz!

Flächendeckende Etablierung der medizinischen Heroinverschreibung als Regelversorgung in allen Bundesländern.

Das lange erwartete positive Votum des Bundestags bedeutet für die Substanz Heroin nichts anderes als eine Legalisierung. Heroin (Diamorphin) ist dadurch zu einem verkehrs-und verschreibungsfähigen Medikament geworden -und somit, wenn von ärztlicher Seite verschrieben, legal.

Diese Legalisierung wird Leben retten und dem Leben von Drogengebrauchern mehr Menschenwürde verleihen.

Ein weiterer Schritt auf dem Weg einer Legalisierung durch die Übernahme staatlicher Verantwortung könnte der legale Verkauf von Cannabis in Fachgeschäften mit entsprechend geschultem Verkaufspersonal sein-selbstverständlich unter Beachtung des Jugend –und Verbraucherschutzes

Wo Leben ist, da ist Hoffnung -und unser allererstes Ziel in der Drogenpolitik sollte darin bestehen, diese Hoffnung am Leben zu erhalten, indem wir die Abhängigen am Leben halten!” -Heath Brook, Australien-

Bundesverband der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit e.V.

Landesverband der Eltern und Angehörigen für humane und akzeptierende Drogenarbeit NRW e.V.

JES (Junkies -Ehemalige -Substituierte) Bundesweites Selbsthilfe-Netzwerk -Landesverband JES NRW e.V.

DAH Deutsche AIDS-Hilfe e.V. -DGS-Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin e.V.

akzept e.V.-Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik

Verantwortlich: Jürgen Heimchen, Ravensberger Str. 44, 42117 Wuppertal , Tel. 0202-423519

 

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