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Startseite > Deutsch (de) > AKTUELL > 2011 > Bolivien zieht sich von der Single Convention zurück
Veröffentlicht am 23. Juni 2011  von Martin Steldinger

Bolivien zieht sich von der Single Convention zurück

Quelle: The Guardian
23. Juni 2011

Präsident Evo Morales sagt, dass Kokablattkauen ein kulturelles Erbe und historische Tradition sei.



Alle Fassungen dieses Artikels: [Español] [English] [Deutsch] [français]





Bolivien ebnet den Weg, um sich von dem internationalen Vertrag "Einheitsübereinkommen zu Betäubungsmittel von 1961", der sogenannten Single Convention, zurückzuziehen. Dies aus Protest gegen das Verbot von Kokablättern in diesem Vertrag.

Präsident Evo Morales, der auch Leiter einer Gewerkschaft der Hauptproduzenten von Kokaprodukten ist, hat den Kongress gebeten ein Gesetz zu verabschieden, das Bolivien aus der Single Convention von 1961 entlässt.

Die Regierung sagt, dass die Vereinbarung der bolivianischen Verfassung widerspricht, die besagt, dass das Land verpflichtet ist das Kokablattkauen als kulturelles Erbe und historische Tradition zu bewahren.

Bolvien hat lange Argumentiert, dass Koka in seinem natürlichen Zustand keine illegale Droge sei. Die Pflanze wird legal in dem Land zu medizinischen und traditionellen Zwecken angepflanzt. Ein internationaler Versuch, das Kauen von der UNO-Liste zu streichen, schlug im Januar fehl. Nun möchte die Regierung aus dem Vertrag komplett aussteigen.

Der Gesetzesvorschlag hat schon die Unterkammer des Kongress passiert und wird wohl auch durch den Senat kommen, in dem Morales Partei die zwei-drittel Mehrheit hält. Bolivien wird weiterhin seinen internationalen Verpflichtungen nachkommen, den Drogenhandel zu bekämpfen. Aussenminister David Choquehuanca sagte, das Land könnte dem Vertrag im nächsten Jahr wieder beitreten, aber mit einer Ausnahme: Das es Erlaubt sei, Koka legal zu konsumieren.

"(Dies) ist eine Versuch, die kulturelle und unschädliche Praktik des Kokakauens, auch hinsichtlich der Menschenrechte und nicht nur der wegen der indigenen Menschen, sondern auch weil es eine Tradition der Bolivianer ist", sagte Choquehuanca.

Oppositionelle Politiker argumentieren, dass die Regierung sich den Drogenhändlern ausliefert. "International werden wir als Land einen schlechten Eindruck abgeben", sagte Kongressmitglied Mauricio Muñoz. "Es wird desaströse und unwiederbringliche Konsequenzen für Bolivien haben. Und wir denken, es ist der falsche Weg, den der Präsident wählt, und damit nicht den Drogenhandel bekämpft."

Bolivien ist der drittgrößte Kokaproduzent in der Welt und vieles davon wird abgezweigt um Kokain für den Brasilianischen, US oder Europäischen Markt herzustellen. Aber während mittlerweile feststeht, dass die Kokapflanzungen zunehmen, ist Bolivien weiterhin auf dem Standpunkt, dass sie die Drogenhändler nicht bekämpfen könnten ohne eine Konsumreduktion in den westlichen Ländern.

Weitere Medien: Menschenrechte und Drogen





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