Deutsch
Ganze Website
Cannabis Social Club
Encod.org
European Coalition for Just and Effective Drug Policies (ENCOD)
Secretariat: Lange Lozanastraat 14 - 2018 Antwerpen - Belgium
Tel: +32 (0)3 293 0886
E-mail: info@encod.org

Startseite > Deutsch (de) > BULLETIN > ENCOD BULLETIN 33

ENCOD BULLETIN 33

published Mittwoch 5. September 2007 17:09, von Halbeisen Kleo . update Mittwoch 5. September 2007 21:19

Alle Fassungen dieses Artikels: [Deutsch] [English] [Español] [suomi] [français] [italiano] [Nederlands] [Português]

Encod Bulletin zur Drogenpolitik in Europa

Nr. 33, September 2007

Wien ruft!


Basiert Drogenprohibition auf einer Art Geisteskrankheit? Warum führen Politiker und Behörden trotz der Riesenmenge an Beweisen eine Politik fort, welche sich als totaler Misserfolg erwiesen hat? Für einige mag es ein Reflex sein, welcher auf Ignoranz basiert, aber für diejenigen, welche sich mit der Materie befasst haben, kann dies nicht länger der Fall sein. Die irrationale und fast verzweifelte Fixierung auf das Verbot von Drogen könnte zum Verdacht führen, dass dieses Verhalten auf einem Trauma beruht. Aber wie es mit Traumata so ist, man versucht sie so lange, wie möglich, zu verbergen, aber sie werden erst heilbar, wenn man sich ihnen stellt.

Während der verschiedenen Sitzungen anlässlich der improvisierten Encod-„Sommeruni“, welche vom 19. bis 26. August auf dem Bauernhof von Hanf-Info Chanvre-Info in Murten, Schweiz, stattfand, und an der Aktivisten aus Österreich, Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Spanien und der Schweiz teilnahmen, haben wir unsere Pläne für „Wien 2008“ diskutiert. Nächstes Jahr im März wird sich die UN-Kommission zu Drogenfragen (CND) in Wien treffen, um die Resultate der Zehn-Jahres-Strategie, welche die UNO 1998 ->http://www.un.org/ga/20special/] verabschiedete, um Angebot und Nachfrage von illegalen Drogen bis 2008 zu eliminieren oder zumindest stark zu reduzieren.

Die Kampagne für Wien 2008 startete in der Schweiz, wo im August Aktionen für die Widerrufung der Verurteilung des Eigentümers von Hanf-Info, André Fürst, welcher im Juli 29 Monate Gefängnis für die Produktion von Hanf erhielt, begannen. Das Urteil gegen André Fürst ist ein Ausdruck des entmutigenden Wandels der Schweizer Drogenpolitik seit 2004, als die Toleranzpolitik für den Verkauf von Cannabis zum Eigenkonsum beendet wurde. Seither wurden fast alle der dreihundert Hanfläden geschlossen. Viele Ladenbesitzer zogen sich zurück. Die, welche sich weiterhin für die positiven Anwendungen dieser Pflanze einsetzten, wie André Fürst, wurden von den Behörden aus dem Verkehr gezogen. Wir rufen alle auf, den offenen Brief an die Schweizer Behörden zum Fall André Fürst zu unterschreiben und abzusenden.

Von der Mitte aus wird sich die Kampagne über ganz Europa ausbreiten. Für die kommenden Monate planen mehrere Encod-Mitglieder lokale Initiativen zur Förderung der Errichtung von Cannabis Social Club in ganz Europa, um so die lokalen Behörden mit einer gesunden Möglichkeit zu versorgen, welche es den Bürgern erlaubt, eine alte Tradition weiterzuführen, ohne Gesetze zu brechen. Im Oktober wird ein mehrsprachiger Flyer gedruckt werden, um die CSC-Idee zu verbreiten. Auf der Encod-Homepage werden nützliche Informationen zur Eröffnung eines solchen Klubs zu finden sein. In der Zwischenzeit hat die britische Legalise Cannabis Alliance eine internationale Petition zur Unterstützung des Vorschlags lanciert, welche bis zur Wiener Konferenz laufen wird.International Petition in support of the proposal

Vor Ende 2007 wird von der europäischen Kommission erwartet, dass sie die erste Sitzung des „Zivilgesellschafts-Forums zur Drogenpolitik organisiert,“Civil Society Forum on Drug Policy” einer exklusiven Sitzung zwischen Drogenpolitikern der EU-Mitgliedsstaaten und 30 Vertretern von europäischen Zivilgesellschafts-Organisationen. Im August haben sich verschiedene Encod-Mitglieder für dieses Forum beworben. Falls einer von uns eingeladen wird, wird sie oder er rasch herausfinden, was dieser neue Dialog taugt: Der mögliche Einfluss auf die Vorbereitung der offiziellen EU-Position wird in guter Test sein.

Mehrere Lobby-Organisationen von Politikexperten oder Schadensreduktions-Institutionen, wie das „International Drug Policy Consortium", "International Harm Reduction Association" und "Senlis Council" Ein Uno-Report hielt Ende August fest, dass diesmal 8’200 Tonnen Opium in diesem Land geerntet werden, was mehr als 10 mal mehr ist als vor der Invasion durch den Westen im 2001.

Das wahre Problem wird sein, den Regierungen klar zu machen, dass die Weiterführung dieser Politik die schlechteste Entscheidung ist, die sie treffen können, und dass die Beendigung derselben wichtige Perspektiven für mehr menschlichen und planetaren Wohlstand kreieren würden. Im Hinblick auf die laufenden ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen in der Welt, kann der Krieg gegen Drogen nur als eine der grössten menschlichen Verrücktheiten angesehen werden.

Deshalb ist es unsere beste Chance nach Wien zu gehen, als Versuch das Trauma zu knacken und zu heilen. In den kommenden Wochen wird Encod einen grossen, weltweiten Appell zur Mitarbeit an einem dreitägigen Anlass während der Uno-Konferenz 2008 in Wien an all die lancieren, welche willig sind zum Ende des Kriegs gegen Drogen beizutragen.

Das Hauptziel wäre die Organisation eines „Weltdorfs“ in Wien, wo wir Ausstellungen zum Anbau und den Nutzen der Pflanzen, welche durch die Uno-Konventionen verboten sind, sowie eine interaktive Konferenz mit dem Zweck einer Psychoanalyse der weltweiten Drogenpolitiken und eine Demonstration zum Uno-Gebäude, wo über diese Politiken entschieden wird, organisieren würden.

Das wäre unser Plan, falls wir genug Unterstützung kriegen. Falls nicht, wir sind bereits daran, einen Plan B zu entwickeln. Es kommt darauf an, wie sich die Situation entwickelt.

Von Joep Oomen, Encod-Koordinator (mit der Hilfe von Pete Webster)

P.S.

Encod braucht Ihre Hilfe:

Konto: 001-3470861-83 Att. Encod vzw – Belgium Bank: Fortis, Warandaberg 3, 1000 Brussels Iban: BE 14 0013 4708 6183 Swift: GEBABEBB

auf diesen Artikel antworten

Sitemap | Redaktion SSL NO SSL | WebMail SSL NO SSL | SPIP | Valid XHTML 1.0 Strict that layered is the article
that layered is the article
that layered is the article
that layered is the article